Die Zulassungs- und Gesundheitsbehörden in aller Welt haben den hochreinen Stevia-Blätterextrakt als unbedenklich für die Verwendung in Lebensmitteln freigegeben. Das gilt auch für besondere Personengruppen wie Schwangere, Kinder sowie Personen mit Allergien oder Diabetes.1,2 Mit Stevia gesüßte Lebensmittel und Getränke erlauben den sicheren und natürlichen Genuss von kalorienreduzierten süßen Lebensmitteln und Getränken, ohne dabei geschmackliche Einbußen hinnehmen zu müssen.

Kinder

obese-child
Übergewichtige und adipöse Kinder stellen fortgesetzt ein schwerwiegendes Problem der allgemeinen Gesundheit der Kinder dieser Welt dar. Die World Health Organization schätzt, dass 40 Mio. Kinder unter fünf Jahren als übergewichtig oder adipös einzustufen sind (Stand 2012).3 Das ist besonders Besorgnis erregend, weil Studien gezeigt haben, dass für adipöse Kinder und Heranwachsende ein großes Risiko (70-80 %) besteht, dass aus ihnen auch übergewichtige oder adipöse Erwachsene werden.4

Ein Bericht zur kalorischen Aufnahme über Süßungsmittel gibt aber auch an, dass in den Jahren 1999-2000 und 2005-2008 bei US-amerikanischen Kindern eine Verringerung des Prozentsatzes an Kalorien feststellbar war, die die Kinder über zugesetzten Zucker täglich zu sich nahmen.5 Dennoch nehmen Kinder immer noch viel zu viele unerwünschte Kalorien über Süßungsmittel zu sich, was den Bedarf an weiteren Strategien zur Reduzierung aufzeigt. Im Durchschnitt konsumieren (amerikanische) Jungen ca. 360 Kalorien über Zuckerzusatzstoffe, während dieser Wert bei den Mädchen nur bei 280 Kalorien liegt. Jungen im Teenager-Alter nehmen ca. 440 Kalorien, Mädchen in diesem Alter ca. 314 Kalorien über Zuckerzusatzstoffe zu sich.

Stevia-haltige Lebensmittel und Getränke können eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Kalorienaufnahmen über unerwünschte Süßungsmittel bei der Ernährung von Kindern spielen. Es gibt heute schon tausende von Produkten, die natürliches Stevia enthalten; die Produktpalette reicht von Getränken über Salatdressings bis zu spezielle Knusper- und Süßriegeln. Damit können Kinder jetzt Produkte genießen, die auch ohne zusätzlich hinzugefügte Kalorien lecker schmecken.

Eine Vielzahl der internationalen Behörden für Sicherheit und Zulassung von Lebensmitteln, darunter auch die Expertenkommission für Lebensmittelzusatzstoffe von FAO und WHO (JECFA), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie die amerikanische Food & Drug Administration (FDA), haben gemeinsam festgelegt, dass hochreiner Stevia-Extrakt völlig sicher für den menschlichen Verzehr, auch für Kinder ist, wenn der Verzehr innerhalb der empfohlenen Richtwerte erfolgt. Wenn Sie mehr über die lebensmittelspezifische Sicherheit von Stevia erfahren möchten, gehen Sie bitte auf diese Seite: Sicherheit von Stevia.

Schwangere

pregnant-woman
Während der Schwangerschaft (wie auch in anderen Phasen des Lebens) erleben Frauen nicht selten einen Heißhunger auf Süßigkeiten. Stevia kann in solchen Situationen helfen, denn Stevia ist ein pflanzliches und kalorienfreies Süßungsmittel, das in einer großen Zahl unterschiedlichter Lebensmittel und Getränke verfügbar ist.

Frauen, die an Schwangerschaftsdiabetes leiden, müssen ihre Kohlenhydrataufnahme während der gesamten Schwangerschaft präzise überwachen. Weil für Stevia aber nachgewiesen wurde, dass es sich weder auf Blutglucose- noch Insulinspiegel auswirkt noch Kohlenhydrate enthält, stellt Stevia für Frauen während der Schwangerschaft eine herausragende Alternative zu herkömmlichen Süßstoffen oder Zucker dar.

Schwangere sind hier auf der sicheren Seite, denn zahlreiche globale Behörden für Sicherheit und Zulassung von Lebensmitteln, darunter auch die Expertenkommission für Lebensmittelzusatzstoffe von FAO und WHO (JECFA), die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sowie die amerikanische FDA, haben gemeinsam festgelegt, dass hochreiner Stevia-Extrakt völlig unbedenklich und damit sicher für den menschlichen Verzehr ist; das gilt auch für Schwangere und Kinder, wenn der Verzehr innerhalb der empfohlenen Richtwerte bleibt. Wenn Sie mehr über die lebensmittelspezifische Sicherheit von Stevia erfahren möchten, klicken Sie hier: Sicherheit von Stevia.

Trotz belegter Sicherheit für den menschlichen Verzehr, wird in den Medien und von einzelnen Verbrauchern immer wieder hinterfragt, ob Stevia vielleicht Unfruchtbarkeit verursachen kann. Dafür gibt es keinerlei wissenschaftlichen Belege. Die Fruchtbarkeitsstudien, die in der Vergangenheit erfolgten und auf denen diese Furcht gründet, wurden mit Rohstevia-Extrakten durchgeführt, wobei es sich eben nicht um die hochreine Form handelt, die weltweit für die Verwendung in Lebensmitteln und Getränken freigegeben ist. Alle Informationen auf unserer Webseite beziehen sich ausnahmslos auf die hochreine Form des Stevia-Blätterextrakts. Weitere Informationen über diese feine Unterscheidung finden Sie hier: Terminologie.

Diabetes mellitus:

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die auftritt, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produziert oder wenn der Körper das produzierte Insulin nicht effektiv einsetzen kann. Dies führt dann zu einer erhöhten Glucosekonzentration im Blut, auch bekannt als Hyperglykämie oder Blutzuckererhöhung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO weist darauf hin, dass der Diabetes zu einer Massenerkrankung geworden ist, die mit einem rapiden Anstieg von Übergewicht, Fettleibigkeit und körperlicher Untätigkeit einhergeht. Die WHO schätzt, dass weltweit 347 Mio. Menschen an Diabetes leiden, und dass der Diabetes bis zum Jahr 2030 zur siebthäufigsten Todesursache aufsteigen wird.6
insulin-application
Für Menschen, die mit dem Diabetes leben, ist eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle unabdingbar für den stabilen Gesundheitszustand. Ernährung und körperliche Aktivität können eine wichtige Rolle beim Management des Blutzuckerspiegels spielen. Stevia, das natürliche und kalorienfreie Süßungsmittel, kann an Diabetes erkrankten Erwachsenen und Kindern helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Stevia enthält keine Kohlenhydrate und wirkt sich daher weder auf den Blutzucker- oder Insulinspiegel aus noch trägt Stevia zur glykämischen Last bei.

Des Weiteren wurden auch Studien durchgeführt, die eindeutig aufzeigen, dass Steviolglycoside keinerlei Auswirkungen auf die Glucosehomöostase von Menschen mit Diabetes haben. Eine randomisierte und kontrollierte Studie, die über einen Zeitraum von 16 Wochen mit 122 Erwachsenen durchgeführt wurde, die täglich 330 mg Stevioläquivalent erhielten (oder Placebo), zeigte keinerlei Auswirkungen auf die Blutzuckerspiegel. Für diese Studie wurde Rebaudiosid A der Qualität > 97 % verwendet.7

Darüber hinaus wurden im Thesenpapier der Academy of Nutrition and Dietetics über kalorienfreie und kalorienhaltige Süßungsmittel fünf randomisierte und kontrollierte Studien, welche die stoffwechselspezifischen Auswirkungen von Stevia (i.Vgl. zu Placebo) untersuchten, überprüft. Das aus den Studien herausgefilterte Ergebnis lautet: Minimale bis keine Auswirkungen auf Blutglucose- und Insulinspiegel, Hypertonie und Körpergewicht.8 In einer Studie, die minimale Auswirkungen andeutete, gaben Probanden mit Diabetes Typ 2 reduzierte Blutglucosewerte und Glukagonreaktionen nach einer Testmahlzeit mit Stevia (oder Placebo) an.9

Stevia ist heute in tausenden von Produkten weltweit zu finden, vom Salatdressing über Getränke und Knusperriegel, so dass auch Menschen mit Diabetes Süßes genießen können, ohne ihre Kohlenhydrataufnahme zu strapazieren.1,2 Häufig wird Stevia in einer Kombination mit brennwerthaltigen Süßungsmitteln wie Zucker verwendet oder auch in Lebensmitteln und Getränken eingesetzt, die andere einfache Kohlenhydrate enthalten. Daher ist es immer von größter Bedeutung, dass Diabetiker die Zutatenkennzeichnung auf Gesamtkohlenhydratgehalt und Gesamtnährgehalt prüfen. Weitere Informationen darüber, wie Stevia als Inhaltsstoff auf Lebensmittelverpackungen bezeichnet wird, finden Sie hier: Stevia zu Hause.

Menschen mit Allergien

Im Jahr 2010 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die einschlägige Literatur dahingehend überprüft, ob es Anlass zur Sorge hinsichtlich eines allergenen Potentials bei Stevia gibt. Damals schlossen die Gutachter, dass “Steviolglycoside nicht reaktiv sind und nicht zu reaktiven Stoffen verstoffwechselt werden, und es daher unwahrscheinlich sei, dass die überprüften Steviolglycoside alleine allergische Reaktionen hervorrufen, wenn in Lebensmitteln vorhanden und verzehrt. Darüber hinaus werden Steviablätter bereits seit längerer Zeit als Lebensmittelzusatzstoff in verschiedenen Ländern verwendet, ohne dass Meldungen oder Berichte über allergische Reaktionen bei gesunden oder allergischen Personen bekannt oder veröffentlicht wurden“.

Auch wenn keinerlei wissenschaftlichen Gründe vorliegen, die nahelegen, dass genveränderte Organismen (GMO) Allergien verursachen, möchten wir doch darauf hinweisen, dass Steviapflanzen nicht gentechnisch verändert wurden, so dass keinerlei Bedenken hinsichtlich eines wie auch immer gearteten allergischen Potentials für Stevia bestehen. Weitere Informationen über den Anbau von Stevia finden Sie hier: Anbau von Stevia.


REFERENCES

  1. European Food Safety Authority, Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food. Scientific opinion on the safety of steviol glycosides for the proposed uses as a food additive. EFSA Journal, 8(4):1537. 2010. [2. Technical data (pg 9)]. www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/1537.htm
  2. European Commission Regulation (EU) No 1131/2011 of 11 November 2011 amending Annex II to Regulation (EC) No 1333/2008 of the European Parliament and of the Council with regard to steviol glycosides. Official Journal of the European Union. December 11, 2011. Retrieved June 13, 2013: http://eurlex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:295:0205:0211:EN:PDF
  3. World Health Organization. Obesity and Overweight. http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs311/en/ . Accessed on October 15, 2014
  4. Guo, S.S. and W.C. Chumlea, Tracking of body mass index in children in relation to overweight in adulthood. Am J Clin Nutr, 1999. 70(1): p. 145S-8S.
  5. Ervin RB, Kit BK, Carroll MD, Ogden CL. Consumption of added sugar among U.S. children and adolescents, 2005–2008. NCHS data brief no 87. Hyattsville, MD: National Center for Health Statistics. 2012.
  6. World Health Organization. Diabetes. http://www.who.int/topics/diabetes_mellitus/en/. Accessed October 15, 2014
  7. Maki et al., Chronic consumption of rebaudioside A, a steviol glycoside, in men and women with type 2 diabetes mellitus, Food and Chemical Toxicology. 2008;46:S47-S53
  8. Academy of Nutrition and Dietetics. Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: use of nutritive and nonnutritive sweeteners. 2012; 112 (5): 739-758.
  9. Gregersen S, et al., Antihyperglycemic effects of stevioside in type 2 diabetic subjects. Metabolism. 2004; 53(1): 73-76.